CRESCENDO-Specials

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Dame Ethel Smyth (1858–1944)

Messe in D-Dur für Soli, Chor und Orchester

Ethel Smyth, geboren 1858 in London, war ein wildes, sportliches Mädchen, das seinen Kopf immer und überall durchsetzte. Das erfuhr auch ihr Vater, ein britischer Generalmajor, der selbstredend dagegen war, die wohlbehütete Tochter in Leipzig Musik studieren zu lassen. Ethel Smyth bezeichnete die Leipziger Jahre als ihre glücklichsten.

Brahms, Mendelssohn, Reinicke, später auch Tschaikowsky, alle diese großen Musiker lernte sie dort kennen. Komponiert hat sie in Leipzig, einer Stadt mit einer regen Hausmusikszene, die alle Spielartenarten der Kammermusik umfaßte.

Erst Tschaikowsky ermunterte sie Jahre später zur Orchesterkomposition, ein Rat, den sie nicht nur befolgte, sondern auch ausdehnte: Ethel Smyth wurde vor allem durch ihre zahlreichen Opern bekannt.

Über die temperamentvolle Persönlichkeit der Smyth, die im Gespräch ebenso geistreich wie garstig sein konnte, sind viele Anekdoten erzählt worden. „Ethel Smyth hatte eine flammende Seele“, schrieb der Dirigent Bruno Walter, „sie brannte ununterbrochen, ob sie komponierte, ob sie schrieb, ob sie als Suffragette agitierte, ob sie in einer Art Kimono ein Orchester dirigierte oder ob sie sich unterhielt.“

Im Kampf um die Frauenrechte engagierte sie sich derart hingebungsvoll (sie komponierte den Kriegsgesang der Suffragetten „March of the Woman“), daß sie für einige Monate im Gefängnis landete.

Kompositorisch blieb Ethel Smyth, die bis 1944 lebte, auf dem Boden der Tonalität. Sie war keine Avantgardistin, die Zwölfton-Experimente der Wiener Schule waren ihr suspekt und Veränderung nur um der Veränderung willen lehnte sie ab. So blieb sie in ihrem Werken beim spätromantischen Tonfall.

1893 fand die Uraufführung der Messe in D-Dur mit etwa 1000 Ausführenden in der mit 12.000 Zuhörern besetzten Royal Albert Hall statt. Sie wurde begeistert aufgenommen. Dennoch verschwand das Werk von der Bildfläche. Erst 1924 kamen in Birmingham und London wieder Aufführungen zustande.

Internetlinks:


Vladimir Valdivia

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Vladimir Valdivia

1971 in Lima/Peru geboren, begann Vladimir Valdivia im Alter von 5 Jahren seine musikalischen Studien am Conservatorio Nacional de Musica in Lima. Früh schon gab er in Peru, Ecuador, Chile, Bolivien und Brasilien Konzerte und spielte als Solist mit mehreren Orchestern zusammen.

1987 gewann er den 2. Preis beim 3. Internationalen Klavierwettbewerb Citta di Marsala in Italien.

1988 schloß er sein Studium in Lima mit dem Diplom ab und bekam die Goldmedaille mit Auszeichnung.

1989 kam Vladimir Valdivia erstmals nach Deutschland. Hier wurde er in die Meisterklasse von Prof. Ludwig Hoffmann an der Münchner Musikhochschule aufgenommen.

1990 gewann er ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes.

1991 ging er bei einen Wettbewerb für Rundfunkaufnahmen des Bayerischen Rundfunks und Hessischen Rundfunks als Sieger hervor. Vladimir Valdivia hat Meisterkurse bei Alfred Brendel, Vladimir Krainiev, Bruno Leonardo Gelber, Murray Peraiha und Jerome Rose besucht. Er hat als Solist mit den Münchner Jungen Philharmoniker, den Münchner Symphoniker, dem Collegium Musicum Bonn, den Prager Symphoniker, dem Karlsbad Symphonie-Orchester, dem Georgischen Kammerorchester und dem Symphonie-Orchester in Kamakura und Kyoto (Japan) musiziert.

Seit 1990 gab Vladimir Valdivia mit großem Erfolg zahlreiche Konzerte in Deutschland, Schweden, Italien, Österreich, Tschechien, der Schweiz, Frankreich, USA, Japan und Südamerika.

seine Homepage (www.vladimir-valdivia.de)


Anastasia Seifetdinova

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Anastasia Seifetdinova

… wurde 1980 in Kiew (Ukraine) geboren. Als Fünfjährige erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht an der Kindermusikschule. Hier spielte sie, nachdem sie schon drei Klavier-Etüden-Wettbewerbe gewonnen hatte, mit elf Jahren in ihrem ersten großen öffentlichen Soloklavierabend Werke von Bach, Czerny, Mozart, Ibert und Prokofieff.

Ein Jahr später wechselte sie zu Prof. Wsewolod Worobjoff an die Staatliche Musikschule Mykola Lysenko eine Spezialschule für hochbegabte Kinder – in Kiew, die sie 1998 „mit Auszeichnung“ abschließen konnte. Im gleichen Jahr setzte sie ihr Studium an der Nationalen Tschaikowsky Musikakademie der Ukraine in Kiew bei dem gleichen Lehrer fort und arbeitete als Korrepetitorin im Jugendchor und Orchester der Stadt Kiew. Während ihres Studiums spielte Anastasia Seifetdinova Klavierabende in ihrer Heimatstadt sowie in anderen Städten. Im Frühjahr 2000 übersiedelten sie und ihre Familie nach Deutschland.

Mit Beginn des Wintersemesters 2000/2001 studiert Anastasia an der Würzburger Musikhochschule bei Prof. Silke-Thora Matthies. Nach der „mit Auszeichnung“ bestandenen Diplomprüfung im Februar 2004 durfte Anastasia in die Meisterklasse eintreten. Seit September 2004 macht sie ein Auslandsstudium in den USA an der „Hartt School of the University of Hartford“ bei Prof. Oxana Yablonskaya, die parallel zur Hartford Universität auch an der renommierten Juilliard School in New York unterrichtet. Vor kurzem gewann Anastasia in Hartford den „Miami String Quartet Competition“. Für das Studienjahr 2005–2006 wurde die junge Pianistin in das 20/20 Programm an der Hartt School aufgenommen, das die besonders begabten Studenten mit vollem Stipendium fördert.

Weitere Anregungen erhielt die junge Musikerin bei den Meisterkursen mit Renate Kretschmar-Fischer, Stanislav Pochekin, Felix Gottlieb, Dmitri Bashkirov, Arbo Valdma und Jean-Efflam Bavouzet.

Solistisch und kammermusikalisch machte junge Pianistin in Konzerten bislang in Deutschland, Frankreich, Mazedonien, der Schweiz, in den USA, Japan und Italien auf sich aufmerksam, spielte schon zweimal mit dem Hochschulorchester und konnte im Februar 2001 den ersten Preis des Wettbewerbs der Musikalischen Akademie Würzburg gewinnen. Weiterhin gewann Anastasia im Oktober 2003 den absoluten ersten Preis und einen Sonderpreis bei dem „14th International Piano Competition for Young Pianists“ in Rom.

Aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen wurde die junge Pianistin mit Stipendien mehrerer Stiftungen ausgezeichnet: DAAD, der Internationalen Klavierakademie Murrhardt, „Carl-Heinz Illies-Förderstipendium in der Deutschen Stiftung Musikleben“, „Claire Goldenthal Goldfield“, „Southworth“ and „Storrs“ Stipendien.

Durch die letzten Wettbewerbe in den US konnte Anastasia zwei wichtige Engagements bekommen: als erste Preisträgerin im „Moshe Paranov Concerto Competition“ wird sie mit dem Symphony Orchestra das 3. Klavierkonzert von Prokofiev spielen und durch die „Artists International's Special Presentation Winners Series“ debütiert die junge Pianistin am 22. Januar 2006 in Camegie Hall in New York in ihrem Solo-Klavierabend.

Nach ihrem Carnegie Hall Debut im Januar 2006 und der darauf folgenden brillanten Kritik im New York Concert Review folgten für die junge Pianistin der Erste Preis bei einem internationalen Klavierwettbewerb in Spanien und eine CD-Aufnahme für NAXOS, bei dem sie die gesamten Klavierkonzerte von Balakirev zusammen mit dem Russian Philharmonic Orchestra einspielte. Ausgezeichnet von Artist International mit „Outstanding Award“ wurde Anastasia für die Saison 2007/08 erneut nach Carnegie Hall eingeladen.


Victoria Asurmendi

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Victoria Asurmendi

Geboren in der Stadt Córdoba, Argentinien, begann ihre Musikausbildung am Konservatorium del Carril; sie setzte diese unter der Leitung der Dozentin María Inés Caramello in Klavierspiel am Collegium Centro de Educación e Investigaciones Musicales (CEIM) fort und beschloß sie mit der Erhaltung des Diploms als Klavierlehrerin.

Danach studierte sie Lizenziatur in Instrumentenfortbildung an der Kunsthochschule der Fakultät für Geisteswissenschaften der Nationalen Universität von Córdoba. Sie besuchte Kurse für Kammmermusik unter der Leitung der Meister Humberto Carfi, Leo Viola und Leonardo Waisman.

Frau Asurmendi hat Konzerte in verschiedenen Konzertsälen in ihrem Heimatland und in Uruguay und Bolivien geboten, entweder als Solistin oder als Mitglied von Kammermusikgruppen. In Buenos Aires setzte sie ihre Klavierstudien unter der Leitung der Dozentin María Teresa Criscuolo fort.

In den Jahren 1996–1998 studierte sie unter der Leitung des Maestros Luciano Ortis an der Hochschule für Künste Bremen in Deutschland. Etwas später führte sie ihre Studien bei Prof. Claus Kühnl am Dr. Hoch's Konservatorium in Frankfurt weiter, wobei sie sich der Klaviermusik des 20. Jahrhunderts widmete.

Victoria Asurmendi hat auch Unterrichtstätigkeiten als Lehrbeauftragte für Klavierspiel mit der Suziki-Methode an der Nationalen Universität Córdoba und als Klavierlehrerin bei „Collegium“ wahrgenommen. In Deutschland war sie im Fach Klavierspiel an der Musikschule „Spielart“ und beim Förderverein CRESCENDO tätig; hier war sie mit der Leitung und Vorbereitung von jugendlichen Pianisten beauftragt, die an den jährlichen Konzerten dieses Vereins teilnahmen.

In dieser Zeit hat sie auch die internationalen Klavierkurse von Goslar in Deutschland sowie die der Geras-Stiftung in Österreich unter der Leitung der Maestros Konrad und Rudolf Meister besucht. Zur Zeit lebt Sie in Argentinien. Sie gibt Fortbildungskurse im Gebiet Klavier und neue Musik und konzertiert mit Werken der Neuen Musik: Sie hat im Jahr 2002 das „Klavierstück IX“ von Karlheinz Stockhausen in Córdoba aufgeführt. Neben ihrer Tätigkeit als Pianistin und als Klavierlehrerin unterrichtet Frau Asurmendi am Staatlichen Konservatorium Cordobas das Fach „Technik der Zeitgenössischen Musik“ und tritt auch regelmäßig mit Ihrer Kammermusikpartnerin, der Violonistin Valeria Martin, auf.

Konzert zeitgenössischer Musik

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Victoria Asurmendi

„Große Werke für Klavier des 20. Jahrhunderts“

»Die der Gegenwart unmittelbar vorausgegangenen Epochen sind uns zeitlich fremder als andere seit langem verstrichene.« (Igor Stravinsky)

Die Durchführung dieses Konzerts bezweckt, zur Verbreitung der zeitgenössischen Musik beizutragen und deren Erforschung und Interpretation zu fördern.

Das Programm besteht aus Werken von Karlheinz Stockhausen, Henri Dutilleux, Frederic Rzewski, Giacinto Scelsi sowie Jorge Horst und Gabriel Valverde (argentinische Komponisten).

Karlheinz Stockhausen, Klavierstück IX

Stockhausen hat das Klavierstück IX 1954 als Rahmen der Klavierstücke V–X komponiert.

Im Vergleich zu den Studien V bis VIII ist das graphische Bild von IX relativ harmlos und solide in traditionsgemäßen Takten ausgeführt. In diesem Klavierstück überwiegen glänzende Zonen von vereinzelten Noten, die voneinander durch Pausen und anhaltende Noten getrennt werden, deshalb können klare Segmente, die aus stark kontrastierendem Material gebildet sind, erkannt werden. Der wiederholte Anfangsakkord oder die schnellen Figurationen in den oberen Schlußoktaven sollten zumindest als formelle Elemente beim ersten Anhören bemerkbar sein.

Gabriel Valverde, Resplandor de los Surem (Das Licht der Surem)

G. Valverde wurde 1957 in Buenos Aires (Argentinien) geboren.

«Resplandor de los Surem» ist ein Stück auf der Suche nach sich selbst.

Valverde gab zu, daß er daran fortwährend weiterarbeite, ohne in der Lage zu sein, sein letztendliches Schicksal zu festzulegen. Vielleicht ist es sein Schicksal, keines zu haben? Die Musik scheint hier auf der falschen Fährte zu sein. Das Ineinandergreifen des Klanges erinnert ein wenig an ein impressionistisches Bild, welches auf unbekanntem Territorium verloren ging, und dem unendliche Resonanzen sowie unbekannte Stille innewohnen.

«Resplandor de los Surem» ein Stück, welches die Ungewißheit und das Verblassen der musikalischen Geschichte reflektiert. Indem soviel gesagt werden konnte, wird der Beweis erbracht, daß das Stück seine Absicht erreicht hat.

Jorge Horst, «Barro sublevado» (Tango)

Manchmal, es ist unvermeidlich, daß wir uns in „tiefe Untiefe, wo sich der Schlamm erhebt“ begeben müssen, um wieder aufzuerstehen und weiter zu bestehen

Frederic Rzewsky, Piece № 4

Frederic Rzewski wurde 1938 in Westfield/Massachusetts geboren. Er studierte Musik und Komposition bei u. a. bei Virgil Thompson und Walter Piston an der Universität von Harvard. Mittels eines Fullbright-Stipendiums studierte er 1960 bei Luigi Dallapiccola in Florenz weiter. In den 60er Jahren unterrichtete Rzewski mehrfach als Pianist bei den „Kölner Kursen für Neue Musik“ und spielte u. a. die Erstaufführungen von Karlheinz Stockhausens „Klavierstück lX“ (1962) und „Plus Minus“ (1964). Um 1970 begann Rzewski, mit politischen orientierten Jazzmusikern wie Anthomy Braxton und Steve Lacy zu musizieren. 1971–76 kehrte er nach New York zurück. In dieser Zeit komponierte Rzewsky einige Werke mit politischer Orientierung, die volkstümlichen Themen entsprungen waren, wie zum Beispiel «piece № 4» und der bekannte Zyklus von Variationen für Klavier über das chilenische Volkslied «El pueblo unido jamás será vencido» (Das Volk in Einigkeit wird nie besiegt).

Henri Dutilleux, Trois préludes

Die drei Präludien sind zeitlich getrennt voneinander komponiert worden; sie versinnbildlichen die Rückkehr des Komponisten zur Klaviermusik.

«Du l'ombre et du silence» das erste Präludium, wurde Anfang der 70er Jahre komponiert und ist durch seine nebelartige Harmonie mit dem Impressionismus verbunden.

«Sûr une même acord» das nächste Präludium, stammt aus der gleichen Zeit, ist aber von experimenteller Art und beweist in seiner Einschränkung auf einen einzigen Akkord, wie stark Dutilleux vom Phänomen der Resonanz fasziniert war.

«Le jeux des contraires» das dritte Präludium, ist ein Werk aus dem Jahre 1988, in dem die ganze akustische, harmonische und rhythmische Gewandheit des Komponisten gebündelt zur Geltung kommt.


Das Jugendsinfonieorchester Kassel

Bild des Jugendsinfonieorchester Kassel
Jugendsinfonieorchester Kassel
Bild des Jugendsinfonieorchester Kassel
Hornisten des Jugendsinfonieorchester Kassel

www.jso-kassel.de


Vadim Chaimovich

Bild von Vadim Chaimovich
Vadim Chaimovich
Bild von Vadim Chaimovich
Vadim Chaimovich

www.vadim-chaimovich.com